VITA

Arthur Gordon Wolf

Jhg. 1962, Ex- Fitness- Trainer, Ex- Lehrer, hat nach 20 Jahren seinen sicheren Beamten- Job an den Nagel gehängt, um endlich mehr Zeit fürs Schreiben zu haben.

Seine Short- Stories, Erzählungen und Romane sind nahezu alle mehr oder weniger der Unheimlichen Phantastik zuzuordnen. Egal ob Crime, Fantasy, SF oder Horror, stets spielt das Element des 'Doppelbödigen', des 'Unheilvollen', ein zentrales Motiv - seine Arbeiten sind bislang in diversen Magazinen wie "MADAME", "c't", "Alien Contact" und "phantastisch!" erschienen sowie in mehreren Anthologien u.a. bei Grafit, Bastei Lübbe, Fabylon und Voodoo Press - ein SF- Hörspiel beim SDR/SWR und HR. Sein bislang umfangreichstes Werk ist eine düster- erotische Romantrilogie mit phantastischen Elementen, („Katzendämmerung"), von der bislang die beiden ersten Teile erschienen sind (in: „Schwarze Sterne“).

Ähnlich umfangreich entwickelt sich in der Zwischenzeit auch sein ‚U.M.C.- Projekt’, eine aus verschiedensten Kurzgeschichten, Novellen und Kurzromanen bestehende düstere Science- Fiction – Saga mit mythologischem Hintergrund. Der eigentliche Reiz von U.M.C. liegt für den Autor vor allem darin, dass er mit nahezu allen Literatur-Spielarten hantieren kann (Horror, Fantasy, Mystery, Adventure, Satire und natürlich Dark SF), wobei diese mitunter auf die verrückteste Weise gemischt werden.

 

 

 

 

           

VORBILDER

Habe ich Vorbilder?

Ich bewundere, ja verehre eine ganze Reihe von Schriftstellern, doch ein
wirkliches Vorbild habe ich nicht. Wahrscheinlich wohl auch deshalb, weil man es als Autor vermeiden will, zum Nachahmer, zum reinen Epigonen, zu werden. Selbstverständlich "spuken" beim Schreiben meist mehr unbewusst als bewusst "Urgesteine" wie Poe, Machen, Bierce oder Lovecraft in meinem Kopf herum. Auch von Settings, Charakteren und Plots moderner Autoren wie King, Straub, Barker (die üblichen Verdächtigen halt) aber auch Laymon, Ketchum, Clegg, McCammon (die Liste ließe sich endlos fortführen) kann man sich nie vollkommen frei machen. Man muss sich halt permanent vor Augen führen, dass das Rad nicht neu erfunden werden kann, dass das Grundkonzept einer jeden phantastischen Erzählung eigentlich schon von einem anderen (meist unendlich besseren) Autoren Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte zuvor entwickelt wurde.

Diese Tatsache sollte aber nicht zur Entmutigung führen. In meinen Augen kommt es stets mehr darauf an, wie eine Story erzählt wird, als wovon sie berichtet (obwohl auch das alles andere als unerheblich ist).                                                                                              Die phantastischen Abenteuer einer Gruppe Jugendlicher während eines heißen Sommers (ein Plot, der mich auch nach Romanen wie "Es" oder "Sommer der Nacht" immer noch begeistern kann) hätten bei mir keine Chance, wenn die Handlung durch einen grausigen Stil 'verhunzt' würde; die Technik der Cidre- Herstellung dagegen(etwas, was mich beim besten Willen nicht die Bohne interessiert)  kann plötzlich zu einem Faszinosum mutieren, wenn sie von einem begnadeten Schriftsteller wie John Irving erläutert wird ("Gottes Werk und Teufels Beitrag" - um auch mal ein Beispiel aus dem nicht-phantastischen Bereich zu nennen).                                                                                                                       Aber was erzähle ich da?

Trotz aller Dementi, ein Vorbild habe ich doch:

Zugegeben, der Stil dieses "Herrn S." entspricht nicht gerade meinen Vorstellungen (er ist ein wenig - sagen wir mal - zu direkt und stereotyp - vor allem was das Thema 'Nacht' betrifft :-))) aber sein Selbstbewusstsein, seine Beharrlichkeit und sein unerschütterlicher Glaube an das eigene Können verdienen meinen allerhöchsten Respekt!

 

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Der Autor bei Vor- Ort- Recherchen für KATZENDÄMMERUNG in YUCCA VALLEY - Kalifornien.   (SOMMER 1997)
Foto: Uwe Schinkel